Sardinien

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Sardinien - Wissenswertes

Klima

Entsprechend seiner idealen Lage im westlichen Mittelmeer besitzt Sardinien ein maritimes und subtropisches Klima. Verallgemeinernd kann man sagen, dass einem milden und kurzen Winter bereits im März ein frühzeitiger angenehmer Frühling erfolgt. Im Monat Mai herrschen auf Sardinien meistens schon frühsommerliche Temperaturen.

Wissenswertes über Sardinien

Die Sommermonate Juli und August sind niederschlagsarm und dementsprechend sehr heiß und trocken. Bis Oktober besitzt Sardinien angenehme spätsommerliche Temperaturen, die in der Regel von den Wasser-temperaturen sogar noch übertroffen werden.

Reisezeit

Dank seinen ca. 300 Sonnentagen im Jahr ist Sardinien praktisch ganzjährig eine sehr attraktive Destination. Für Rundreisen ist im Wesentlichen jedoch der Früh- bzw. Spätsommer prädestiniert, wenn sich Sardinien von seiner farbenreichsten Seite präsentiert. Insbesondere die Monate April und Mai profitieren von einem unvergleichlichen Zusammenspiel der Sinne. Die wildromantischen Düfte der Macchiablüte, das einzigartige Farbenspiel der Vegetation sowie die mediterranen Geräusche der Tierwelt und des Mittelmeers begeistern jeden Urlauber aufs Neue. Zudem ermöglichen die angenehmen Wassertemperaturen bis Ende Oktober eine erholsame Erfrischung im azurblauen Mittelmeer.

Gastronomie

Spanferkel - © Luftbildfotograf - Fotolia.com

Die sardische Küche wird oft als die vielseitigste Küche Italiens bezeichnet und genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Sie ist eng gebunden an die alten Traditionen der Hirten und Bauern und gilt somit als bodenständige und kräftige Küche. Die Grundlagen für die meisten traditionellen Gerichte bilden Brot, Fleisch und Käse, die nahezu alle aus ökolo-gischem Anbau stammen.

Mittelpunkt der sardischen Küche ist zweifellos das Brot. Das typische Hirtenbrot auf Sardinien heißt „Carta da Musica“ (Notenblatt). Diesen Namen verdankt das knusprige Fladenbrot seiner hauchdünnen Form.

Im Landesinneren bei den Hirten kann man auch eine weitere Spezialität entdecken, das „porcheddu“. Traditionell wird ein Spanferkel, das mit Kräutern (hauptsächlich Myrte) aromatisiert wird, über dem Feuer duftender Macchia-Hölzer langsam und schonend gegart.

Charakteristisch für den sardischen Käse ist der starke Geruch. Der bekannteste Käse ist der „Pecorino“. Der harte und mit zunehmender Reifezeit pikanter werdende Schafskäse wird seit Jahrtausenden von den Hirten auf die gleiche Art zubereitet und weltweit mit großem Erfolg exportiert.

Einen exzellenten Einblick in die faszinierende Welt der sardischen Gastronomie erhält man in den vielen Agriturismen oder bei den typischen Hirtenessen im Landesinneren der Insel.

Weinbau

Obwohl Sardinien nicht zu den bekanntesten Weingebieten in Europa gehört, offenbart sich die Insel als üppiger Weingarten, in dem Jahr für Jahr dank der bevorzugten Anzahl an Sonnenstunden und dem mediterranen Klima vielfältigste Rebsorten heranreifen. Mittlerweile bietet Sardinien eine ganze Palette von exzellenten Rot- und Weißweinen.

Zudem gibt es auf Sardinien auch verschiedenste Dessertweine. Der berühmteste ist der „Malvasia“, ein fast goldenfarbiger Wein mit einem unverwechselbaren Nachgeschmack von bitteren Mandeln.

Eine Spezialität auf Sardinien ist der Mirto, ein Likör, den es in 2 Varianten gibt - dem süßen „Mirto Rosso“, der aus den Beeren der Myrte hergestellt wird oder dem trockenen „Mirto bianco“, der aus den Blättern und Blüten der Myrte erzeugt wird.